10 Gründe warum Du nicht abnimmst

Warum nehme ich nicht ab

Gehörst Du auch zu den Leuten, die sich fragen:

  • „Warum nehme ich nicht ab?“
  • „Warum muss Abnehmen so kompliziert sein?“
  • „Gibt es keine einfache Lösung zum Abnehmen?“

und möchtest ein paar bis mehrere kg an Fett verlieren?

Wenn die Antwort „Ja“ lautet, dann können Dir die folgenden 10 Gründe, warum Du nicht abnimmst, dabei helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um endlich abzunehmen und Dein Gewicht langfristig halten zu können.

#1: Du ernährst Dich nicht nach Plan!

Ich erlebe es immer wieder: Wenn ich ins Gespräch komme mit Leuten, die einen beachtenswerten Körper erreicht haben, erfahre ich immer, dass sie sich „nach Plan“ ernähren. Mich persönlich wundert das kein bisschen. Zwar gibt es die „Gesegneten“, die total planlos essen können und trotzdem schlank bleiben, aber die lasse ich mal außen vor. Dann gibt es natürlich einige Leute, die keinen konkreten Plan verfolgen, aber zumindest grob wissen, was sie ihrem Körper zuführen – dazu habe ich mich lange Zeit auch gezählt; mit dem Ergebnis nicht übergewichtig zu sein, aber eben auch meinem Wunschkörper weit entfernt zu sein. Ein einfach umzusetzender Ernährungsplan ist das A&O um das persönliche Idealgewicht zu erreichen und langfristig halten zu können.

#2: Du isst viel zu viel!

Ich denke es sollte einleuchten, das ein Zuviel an Essen langfristig zu einer Gewichtszunahme führt. Entscheidend hierfür ist ein tägliches Mehr an Kalorien, als der eigene Körper zur Verstoffwechselung benötigt. Der tägliche Kalorienbedarf lässt sich beispielsweise nach der Harris-Benedict-Formel kombiniert mit einem PAL-Wert (Physical Activity Level) berechnen. Mehr Infos dazu findest Du in dem Blogbeitrag von Jetzt Fit Sein: Kalorien und Nährstoffe.

Hier kommt dann natürlich das Kalorienzählen ins Spiel, wenn Du ganz genau wissen willst, ob Du zu- oder abnimmst, oder am Halten Deines Gewichtes bist. Lange Zeit dachte ich, mit größeren Portionen nehme ich zu – stimmte so auch, aber leider nahm ich dadurch auch immer an Fett zu, was ja nicht das Ziel war (sondern der Aufbau von Muskelmasse). Umgekehrt auch wenn ich abnehmen wollte: Weniger Essen war neben der Gewichtsabnahme auch ein Garant für Abbau von Muskelmasse und damit einhergehender Leistungsminderung im Training. Nach vielem Hin & Her wurde mir also bewusst, dass ich nur dann meinen Zielen näherkomme, wenn ich genau weiß, wieviele Kalorien ich zuführe! Dann kann ich auch so ungesunde Sachen wie Pizza, Kuchen, Hamburger essen, wenn ich weiß, ich erreiche damit meine Kalorienziele.

#3: Du hast ein großes Problem mit Deinem Hunger!

Als ich Intermittent Fasting die erste Zeit ausprobiert habe, merkte ich, dass ich morgens gar keinen Hunger habe! Am Anfang war ich aber „aus Gewohnheit“ nach dem Aufstehen hungrig. Erst nach ein paar Tagen gewöhnte ich mich daran, morgens keine Mahlzeit zu verzehren und bin seitdem nie mehr hungrig aufgewacht! Mir reichen an einem normalen Tag 2 Mahlzeiten (eine größere und eine etwas kleinere) aus, um vollkommen satt zu sein und wenn ich mal Lust auf eine Kleinigkeit haben sollte, dann esse ich die auch ohne schlechtes Gewissen. 🙂

Wie kannst Du Deinen Hunger in den Griff bekommen? Nun der Verzicht auf das Frühstück ist dermaßen simpel, dass Du Dich vielleicht wunderst, warum Du nicht schon früher darauf gekommen bist. Die Kalorien, die Du hier einsparst, kannst Du bei späterer Gelegenheit wieder zuführen (oder auch nicht, je nachdem wie Dein Kalorienziel aussieht). Keine Sorge, Intermittent Fasting ist nicht gesundheitsschädlich! Schließlich mussten auch unsere Vorfahren aus der Steinzeit auf das Frühstück verzichten, um frühmorgens auf die Jagd zu gehen. Eine weitere Möglichkeit zur Hungerkontrolle ist relativ große Mengen zu den beiden Hauptmahlzeiten zu verzehren, wodurch unser Magen erstmal eine Weile beschäftigt ist und andere Sorgen hat als Hunger. 🙂

#4: Deine Hauptmahlzeiten enthalten zuwenig Protein!

Zugegeben: Auch ich hatte früher mehr Protein verzehrt, als unbedingt nötig. Gerade Low-Carb-Diäten strotzen nur so an Proteinen, aber oft sind diese hohen Mengen Protein eher auf ein gutes Marketing zurückzuführen. In einer Diätphase reichen Dir für gewöhnlich 1,5-2,0 g Protein pro Tag aus, wenn Dein Ziel ist, Muskulatur zu erhalten und aufzubauen. Das ist trotzdem nicht gerade wenig und ist auch nötig, um die Sättigung deiner Hauptmahlzeiten für einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Daher empfehle ich Dir sicherzustellen, dass die beiden Hauptmahlzeiten genügend Protein enthalten, um auf Dein Tagesziel zu gelangen (bei 75 kg wären das 150 g Protein pro Tag). So hättest Du vermutlich mit Nudeln und Tomatensoße als Mittagsmahlzeit Schwierigkeiten, abends auf die gewünschte Proteinmenge zu kommen (in dem genannten Beispiel von 150 g Protein pro Tag müsstest Du also ca. 140 g Protein in einer Mahlzeit zuführen – was nicht so leicht für die meisten Menschen sein wird). Bei dieser Mahlzeit würden sich dann beispielsweise Eier oder Linsen anbieten, um die Proteinmenge zu erhöhen.

#5: Du naschst mehr als Dein Körper braucht!

Ein bekanntes Problem von Leuten, die etwas zu viel auf der Waage haben, ist der unkontrollierte Verzehr von Zwischenmahlzeiten mit zuviel Zucker und/oder zuviel Fetten & Salz. Die einfachste Lösung wäre darauf komplett zu verzichten, aber oft ist gar nicht der Hunger der Grund für den Verzehr dieser Mahlzeiten (wenn ja, sollte mehr zu den Hauptmahlzeiten gegessen werden!) sondern schlichtweg ein psychisches Verlangen nach einer „Belohnung“. Da Zucker aber bekanntlich dieselben Hirnareale aktiviert wie die harten Drogen Heroin und Kokain, ist es durchaus schwierig der Sucht nach Süßem Herr zu werden. Auch Salziges und Fettiges wie Chips wirken in ähnlicher Weise, bedingt aber auch durch Zusatzstoffe wie Glutamat. Da ein kompletter Verzicht auf diese kleineren Mahlzeiten für manchen als großen Stress empfunden werden kann, wäre es schlauer, diese auf ein Minimum zu reduzieren und dementsprechen zu genießen.

Sinnvolle Alternativen als „Belohnung“ wäre zum Beispiel ein Kräutertee mit Honig. Die Kräuter liefern wertvolle Mikronährstoffe, während der Honig als natürliches Antibiotikum viele Krankheitserreger im Körper abwehren kann. Denkbar sind natürlich auch sämtliche Gemüsesorten, aber ich muss zugeben, wenn mir nach einer Belohnung ist, dann möchte ich nicht gerade an einer Karotte knabbern. 🙂 Besser ist dann frisches Obst, das dank dem Fruchtzucker auch einen ähnlichen Effekt hat wie Süßigkeiten, nur deutlich gesünder.

#6: Deine Psyche beeinflusst Dein Essverhalten negativ!

Das klingt im ersten Moment hart, aber Deine Gedanken beeinflussen nicht nur, ob Du gesund bist oder krank (Stichwort: Energiemangel!), sondern auch ob Du Dein Körpergewicht unter Kontrolle hast oder nicht! Viele Essstörungen wie Anorexie, Bulimie oder die Binge-Eating-Störung sind psychischer Natur und in der Regel ausgelöst durch ein negatives Erlebnis aus der Vergangenheit. Beim Übergewicht kann ein Zuviel an Essen eine Möglichkeit der Stressreduktion sein. Hier kann eine Feedback Analyse helfen herauszufinden, wie sich ein Mehr an Stress negativ auf Dein Essverhalten ausgewirkt hat. Vielleicht bist Du ständig in Eile und greifst deshalb bevorzugt auf Fastfood zurück, oder Du schlingst Dein Essen immer runter, weil Du gedanklich komplett woanders bist (z.B. bei der Arbeit). Eine Stressreduktion abseits vom übermäßigen Essen kann nicht nur helfen, Dein Essverhalten zu verbessern, sondern auch Deine Gesundheit langfristig fördern. Das können Atementspannungsübungen, eine lockere Dehneinheit, das Lesen eines Buches, das Unterhalten mit Freunden etc. sein.

#7: Dir fehlt ein starkes „Warum“!

Der alles entscheidenden Frage nach dem „Warum“ hat sich der Bestseller-Autor Simon Sinek in seinem Buch „Frage immer erst: Warum“ [Hinweis: Affiliate-Link] gewidmet. Zwar hast Du Dich bereits ja gefragt „Warum nehme ich nicht ab?“, aber besser wäre es zu fragen „Warum möchte ich überhaupt abnehmen?“. Während Du bei der ersten Frage nach den Gründen des Scheiterns suchst, hilft Dir die zweite Frage dabei herauszufinden, was Dein persönlicher Motivator ist zum Abnehmen. Menschen handeln eher um Schmerzen zu vermeiden als um Freude zu gewinnen. Dieser Schmerz könnte zum Beispiel sein, im Schwimmbad schräg angeschaut zu werden, oder Schwierigkeiten bei der Partnersuche zu haben. Jedes Ziel das Du Dir setzt, muss Dich in besonderem Maße motivieren, alles dafür zu tun, damit Du dieses Ziel erreichen kannst!

Wenn Dein Ziel Abnehmen lautet, musst Du Dir folgende Frage in aller Ausführlichkeit beantworten:

Warum möchte ich überhaupt abnehmen?

#8: Du trinkst viel zu wenig Wasser!

Trinkst Du weniger als 3 l Wasser am Tag? Wenn Deine Antwort „Ja“ lautet, dann trinkst Du definitiv zu wenig um Dich gesund zu erhalten! Ich betone „gesund zu erhalten“, denn Trinken ist viel wichtiger für uns als nur für das Abnehmen per se. Warum Trinken so wichtig für die Gesundheit ist: Zunächst einmal besteht aus Körper zu 2/3 aus Wasser, d.h. alle wichtigen Prozesse im Körper sind von Flüssigkeit abhängig wie etwa der Blutkreislauf und das Lymphsystem. Fehlt dem Körper nur etwas Wasser entsteht ein Durstgefühl, wenn dieses anhält entstehen Kopfschmerzen (bevorzugt in der Nachmittagszeit). Weitere Folgen eines Flüssigkeitsmangels findest Du hinter diesem Link. Stellen wir uns einen gesunden Organismus als eine Traube vor; bei einem Flüssigkeitsmangel wird aus der Traube mit der Zeit eine Rosine – entsprechend weniger Elastizität weist unsere Haut auf! Interessant ist auch zu beobachten, wie viele ältere Leute Schwierigkeiten mit dem Trinken haben. Davon konnte ich mir selbst ein Bild in der Gerontopsychatrie während meines Zivildienstes machen. Hier sollte die Frage erlaubt sein, ob es diesen älteren Leuten besser gehen würde, wenn sie genügend Flüssigkeit trinken würden. Da ich schon selbst merke was für Unterschiede es macht, nur 1,5 l oder 4 l Wasser am Tag zu trinken, meine ich ja! Bezogen auf das Abnehmen hat ein Glas Wasser vor jeder Mahlzeit auch den Effekt, weniger Essen zu müssen. Zudem füllt es den Magen, sodass gerade zwischen den Mahlzeiten viel trinken vorteilhaft ist. Und schließlich enthält Wasser keine Kalorien, was ein weiterer Vorteil beim Abnehmen ist. Natürlich können auch Säfte getrunken werden, aber diese möglichst verdünnen und die darin enthaltenen Kalorien berücksichtigen.

#9: Deine Zellen hungern durch einseitige Ernährung!

Hast Du schon einmal von dem Begriff „Zellhunger“ gehört? Nein? Nun, ich habe diesen Begriff weder im Studium (Sport & Ernährung) noch in der Fitnesstrainer-A-Lizenz Ausbildung erfahren und doch spielt dieser eine wichtigere Rolle als man zunächst glauben mag. Zellhunger heißt nichts anderes als das Verlangen Deiner Zellen nach Nährstoffen, die Deine Zellen zum einwandfreien Ablauf benötigen und nicht über die Ernährung bekommen haben. Genauer gesagt handelt es sich bei diesen Nährstoffen um sogenannte Vitalstoffe. Dazu zählen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, essenzielle Aminosäuren und essenzielle Fettsäuren. Diese Vitalstoffe arbeiten grundsätzlich im Verbund, da ein Vitalstoff allein meist nicht die gewünschte Wirkung entfalten kann (Vitamin D benötigt etwa zusätzliches Vitamin K). Unser Körper sollte die Vitalstoffe bildlich gesprochen wie auf einem Buffet präsentiert bekommen, damit sich dieser die jeweils benötigten Vitalstoffe heraussuchen kann.

Eine einseitige Ernährung ohne Gemüse und Obst fördert den Zellhunger und damit das Verlangen nach Currywurst und dergleichen. Allerdings sollte klar sein, dass eine Currywurst (oder wonach auch immer der Hunger besteht) nicht die benötigten Zellvitalstoffe liefern kann. Ohnehin sorgen moderne Anbau-, Transport- und Lagerungsmethoden dafür, dass Obst und Gemüse deutlich weniger Vitalstoffe enthalten können, als etwa noch vor 30 Jahren, wie etwa hier nachgelesen werden kann. Hier empfehle ich neben reichlich Gemüse zu den Hauptmahlzeiten und Obst als Zwischenmahlzeiten noch Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen. Welche Vitalstoffe ich in welcher Dosierung verwende und was Du dabei alles beachten musst, erfährst Du gerne auf Nachfrage.

Zwei ganz interessante und ausführliche Bücher zum Thema Vitalstoffe sind:

#10: Dir fehlen erfolgreiche Gewohnheiten zum Abnehmen!

Den letzten Punkt in meiner Aufzählung möchte ich noch besonders hervorheben. Denn nichts bestimmt unser Leben so sehr wie unsere Gewohnheiten. Es braucht seine Zeit, um Gewohnheiten zu ändern, aber man kann sagen, dass nach ca. 30 Tagen Umgewöhnungsphase eine neue Gewohnheit langfristig verankert worden ist. Ich selbst habe es mir zur Gewohnheit gemacht, mich täglich über Gesundheitsthemen zu informieren, in Form von Büchern, Audiobüchern, Blogs, Magazinen usw. Unter erfolgreichen Gewohnheiten verstehe ich genau diejenigen Gewohnheiten, die Dich Deinem Ziel (Abnehmen) näherbringen. Wenn Du nicht nur schnell abnehmen, sondern auch langfristig gesund halten möchtest, wirst Du etwa um das Thema Nahrungsergänzung nicht ganz herumkommen (es sei denn, Du baust Deine Produkte selber an). Grundsätzlich ist die Summe der Maßnahmen entscheidend, um Deine Ziele zu erreichen. Deshalb glaube ich auch, dass Du Deine Ziele erreichen kannst, wenn Du Dir die hier genannten Empfehlungen berücksichtigst und als erfolgreiche Gewohnheiten aneignest. Suche Dir daher Mentoren, die die Ziele, die Du erreichen möchtest, bereits erreicht haben und Dir dabei helfen können, erfolgreiche Gewohnheiten zu übernehmen! Wenn ich Dir hierbei weiterhelfen kann, freue ich mich über eine Email an marcel[at]schnell-abnehmen-plan.de. 🙂


Bildquelle:

Niklas Rhöse / unsplash / cc0


Ich würde mich über Deinen Kommentar zum Beitrag „10 Gründe warum Du nicht abnimmst“ freuen! Falls ich einen wichtigen Punkt vergessen haben sollte, bitte gleich Bescheid geben! 🙂

Dein Marcel


2 Comments

  • GesundAbnehmen

    Reply Reply 21. Mai 2016

    Die genannten 10 Gründe sind allesamt sehr einleuchtend. Ich denke wenn man erfolgreich Abnehmen will, spielen sehr viele Faktoren eine entscheidende Rolle.
    Am allerwichtigsten sind natürlich die gesunde, kalorienreduzierte Ernährung & regelmäßiger Sport, sonst kommt man nicht weit.
    Was ich noch ergänzen könnte: Viel zu wenig Schlaf ist auch nicht förderlich für die Gewichtsreduktion bzw. die Gesundheit. Wer weniger als 5 Stunden schläft hat durchschnittlich einen höheren BMI und mehr ungesundes Bauchfett als Menschen mit einer Schlafdauer von 6-8 Stunden.

    Danke für alle Gründe,
    Lg

  • Maria

    Reply Reply 16. Januar 2017

    Wirklich toller Artikel. Ich kann mich voll und ganz im 5. wiedererkennen. Ich bin eine richtige Naschkatze und ja das ist wirklich mein größtes Problem in puncto abnehmen… Aber ich kann es trotzdem nicht lassen.

Leave A Response

* Denotes Required Field